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Gateway-Theorie

Die Gateway-Theorie setzt sich mit der kontrollierten, koordinierten und externen Einwirkung auf technetoistische Universen sowie die Realität ein. Eine solche Fernwirkung ist ein Ereignis, das real oder virtuell stattfindet, und auf das jeweilige Gegenstück Auswirkungen hat. Eine bloße Simulation-Kunst-Kombination (wie einem RPG) erfüllt diese Eigenschaft an sich nicht, da die Einwirkungen auf das technetoistische Universum zwar auf dem Speicher des ausführenden Computersystems vorhanden sind, aber nicht durch eine gemeinsam anerkannte Instanz (wie einem Verein) durchgehende Gültigkeit haben. Bei Spielen über Netzwerk kann dies jedoch zutreffen.

Grundlagen

Die Gateway-Theorie basiert vor allem auf der Definition von Fernwirkungen, die grundsätzlich zweierlei Natur sein können:

  • Fernwirkung aus der physischen Welt in das technetoistische Universum
  • Fernwirkung aus dem technetoistischen Universum in die physische Welt

Der Begriff der Fernwirkung ist dabei nicht physikalisch zu verstehen. Da das technetoistische Universum nicht physisch existiert, kann auch keine physikalische Kraft zwischen einem technetoistischen und dem realen Universum wirken. Vielmehr handelt es sich um Definitionen, die voraussetzen, dass mit technischen Methoden eine Wirkung in der realen Welt ausgelöst wird, da diese in einem technetoistischen auftrat, oder umgekehrt der Zustand in einem technetoistischen Universum per Definition an einen realen gekoppelt ist.

Physische Welt in technetoistisches Universum

Hierbei werden Zustände, Handlungen etc. definiert, die - wenn sie in der physischen Welt vorliegen - per definition Einfluss auf das technetoistische haben. Diese können auch extra dafür inszeniert werden.

Beispiele:

  • Ein Gateway-Verein vergibt verschiedene Positionen eines RPs (also Ästhetisches Verhalten) an unterschiedliche Kandidaten. Der Ausgang davon fließt permanent in die Version des Universums, die der Gateway-Verein betreibt, ein.
  • Die Temperatur eines IoT-Thermometers in Berlin wird (unmittelbar oder auf Grundlage einer mathematischen Funktion) per Definition zur Temperatur in einem Universum (bzw. einem der Orte dort) erklärt.
  • Das Konzept der Wetterverstärkung in Pokémon GO kann unter Berücksichtigung des nicht wirklich technetoistischen Charakters des Spiels als eine Form dieser Gateway-Beziehung aufgefasst werden.

Technetoistisches Universum in physische Welt

Zunächst ist hier zu beachten, dass Regeln aufgestellt werden, die Einflüsse auf die physische, reale Welt hat. Dies kann weitreichende Konsequenzen haben, und es ist sicherzustellen, dass dies keine Schäden auslöst.

Beispiele:

  • Ein technetoistisches Universum kennt bestimmte Mondphasen, die weitreichend von der irdischen abweichen. In einem dunklen Raum wird diese astronomische Situation projiziert.
  • (Nicht empfehlenswert, aber möglich) Über die Software auf einem Telefon wird dieses in den Flugmodus versetzt (oder Störungen in die Sprachverbindungen mit einem Synthesizer-Filter-System), wenn im technetoistischen Universum Gewitter oder andere Störungen vorliegen, die, wenn sie real wären, das Mobilfunknetz stören würden.

Gateway-Vereine

Ein technetoistisches Universum bzw. dessen Dokumentation kann in Grunde beliebig manipuliert werden. Tut jemand dies lokal, verliert das Universum allerdings seinen Weltencharakter, indem es nicht mehr mit der allgemein anerkannten Fassung (auf der die Veränderte basierte) übereinstimmt. Prinzipiell ließe sich diese Problematik lösen, indem jede_r Besitzer* einer Kopie des Universums davon überzeugt wird, die Kopie durch die neue zu ersetzen. Dies führt zu enormen logistischen Schwierigkeiten und außerdem ist nicht davon auszugehen, dass jede_r dazu bereit ist, die Änderungen anzuerkennen.

Neben der Definition von Fernwirkungen, die natürliche Kosten (nicht streng immer im Sinne von finanziellen Kosten) auslösen, kann ein Gateway-Verein regulierend wirken, indem dieser Diskussionen über Änderungen durchführt, oder festlegt, welche Leistungen zu erbringen sind, um diese Qualifikation zu erzielen. Hierbei könnte es sich um Zahlungen mit dem Charakter einer Schutzgebühr handeln (oder die Nutzung von Proof-of-work, um finanzielle Bereicherung auszuschließen), oder auch um das Einbringen einer besonders künstlerisch qualitativen Schilderung der geänderten Begebenheit, sodass ihr ästhetischer Wert die Anerkennung durch den Gateway-Verein begründet. Da sich dadurch ohnehin ein Verein um ein einzelnes Universum gebildet hat, ist es praktisch, wenn der Verein auch andere Tätigkeiten übernimmt, etwa Info-Kampagnen über das Universum, größere, gemeinsam finanzierte Kunstwerke und ähnliches.

gateway_theorie.txt · Zuletzt geändert: 2019/11/22 20:26 von julian